Folientyp · Substrat-Spoke

Polyethylen PE-Folie.

Polyethylen als Folie: weich, zäh, chemisch beständig und gut siegelfähig, von der Schrumpffolie bis zur Bauplane.

Überblick

Was ist Polyethylen?

Polyethylen, kurz PE, ist ein Kunststoff aus der Polymerisation von Ethylen, chemisch sehr einfach aufgebaut als lange Kette aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Mengenmäßig zählt PE zu den bedeutenden Kunststoffgruppen. Aus dem einfachen Aufbau folgen die Eigenschaften, für die PE geschätzt wird: Es ist chemisch beständig, nimmt praktisch kein Wasser auf und lässt sich gut siegeln.

Unterschieden wird vor allem nach Dichte und Verzweigungsgrad der Molekülketten. Stark verzweigtes Material mit niedriger Dichte ist weich und dehnbar, wenig verzweigtes Material mit hoher Dichte ist steifer und fester. Dazwischen liegt eine große Bandbreite an Typen mit unterschiedlichem Verhalten.

Im Folienbereich findet sich PE an sehr verschiedenen Stellen: als Siegelschicht in Verbundverpackungen, als Schrumpf- und Stretchfolie, als Bauplane und, in einer besonderen Verarbeitungsform, als Vliesstoff. Sehen Sie sich dazu auch Tyvek® an, ein Spinnvlies aus Polyethylen mit ganz eigenen Eigenschaften.

Diese Seite erklärt das Material. Welche Typen für Ihre Anwendung in Frage kommen, klären wir im Gespräch.

Technische Werte
Polyethylen – Folie

Eigenschaften

Eigenschaften von Polyethylen.

PlatzhalterInput Vertrieb

Worauf kommt es bei Polyethylen in der Praxis an? Bitte im Review dieser Seite stichpunktartig notieren. Daraus entsteht der Text für diesen Abschnitt. Zahlenwerte stehen nur in der Tabelle darunter.

Technische Daten

Technische Werte von–bis.

EigenschaftWertEinheit
Zugfestigkeitab 22MPa
Dickenbereich35–70µm

Die Werte sind Bereiche über alle Typen hinweg. Den passenden Typ für Ihre Anwendung wählen wir gemeinsam mit Ihnen aus.

Quellen (intern):

  • Zugfestigkeit: Polifilm Performance Films/20250926_590336_Banderolierfolie_40_Pütz_März_18.pdf · Mindestwerte
  • Dickenbereich: Bischof + Klein/20250926_GH-X 173A_170818.pdf

Branchen, in denen Polyethylen typisch eingesetzt wird

Einsatz nach Branche.

Denkbar, im Einzelfall zu prüfen

Chemische Industrie und Kunststoffindustrie · Energieversorgung und Umweltwirtschaft · Medizintechnik · Pharmaindustrie · Sportartikel- und Spielwarenindustrie · Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie · Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

Für diese Branchen ist Polyethylen aus verwandten Anwendungen abgeleitet und nicht aus einer bestehenden Zuordnung übernommen. Ob das Substrat zu Ihrer konkreten Anwendung passt, klären wir vor einer Zusage. So beschreibt es die Pütz-Methode.

Verarbeitung bei Pütz

Verarbeitung bei Pütz.

Sie erhalten PE-Folien als Rollenware, als Formatware und Zuschnitt oder als Kreuzspule. Aus Ihrem eigenen Material übernehmen wir das Lohnschneiden.

Weiche Folien stellen beim Schneiden eigene Anforderungen: Sie geben unter dem Werkzeug nach, was saubere Kanten anspruchsvoller macht als bei steifen Substraten. Bahnspannung und Werkzeugzustand entscheiden hier über das Ergebnis.

Bahnenbreiten4 bis 2.500 mm
Breiten-Toleranz± 1 mm bis ± 0,05 mm
Folienstärken6 bis 500 µm
Kerne25 bis 152 mm
Rollen-Außen-Øbis 1.200 mm
Formatware (Kantenlängen)19 bis 1.800 mm

Beratung

Beratung nach der Pütz-Methode.

Welche PE-Folie zu Ihrer Anwendung passt, klären wir gern gemeinsam nach der Pütz-Methode.

Am Anfang steht die Klärung Ihrer Anforderungen, nicht der Produktvorschlag. Die Pütz-Methode beschreibt den Ablauf in neun Schritten, inklusive Mustern zum Test auf Ihrer eigenen Linie.

OCR-Vorbehaltintern · vor Freigabe

Die technischen Werte stammen aus per OCR digitalisierten Lieferanten-Datenblättern. Kritische Werte (Toleranzen, Grenzwerte, Zulassungen) bitte vor kundenseitiger Zusage am Original-Datenblatt gegenprüfen.

Direkt anfragen

Ihre Anfrage zu Polyethylen.

Sie erhalten Polyethylen nach Ihrer Anforderung konfektioniert, veredelt und geschnitten: Konfektionierung, Veredeln und Lohnschneiden.

Disclaimer: Die auf dieser Seite genannten technischen Daten, Eigenschaften und Anwendungsbereiche basieren auf Informationen unserer Lieferanten sowie typischen Erfahrungswerten. Sie stellen keine garantierten Spezifikationen dar. Produktionsbedingte Abweichungen, Weiterentwicklungen oder Änderungen der Produkteigenschaften sind jederzeit möglich. Die tatsächliche Eignung eines Folientyps für einen spezifischen Verwendungszweck muss im Einzelfall geprüft werden. Genau dafür gibt es die Pütz-Methode: Wir klären die Anforderungen gemeinsam und stellen Muster für Ihre eigenen Tests bereit. Bitte fragen Sie die Verfügbarkeit und aktuellen Spezifikationen vor einer Bestellung ausdrücklich bei uns an. Alle Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Was ist Polyethylen?

Polyethylen entsteht durch Polymerisation von Ethylen und ist chemisch sehr einfach aufgebaut. Als Folie ist es weich, zäh, chemisch beständig und gut siegelfähig. Unterschieden wird vor allem nach Dichte und Verzweigungsgrad der Molekülketten.

Wofür werden PE-Folien eingesetzt?

Sehr breit: als Siegelschicht in Verbundverpackungen, als Schrumpf- und Stretchfolie, als Bauplane und, in einer besonderen Verarbeitungsform als Spinnvlies, für Sterilbarriere- und Grafikanwendungen.

Warum stehen hier keine technischen Werte?

Weil wir nur Werte nennen, die wir belegen können. Polyethylen ist eine sehr breite Materialgruppe; ohne Herstellerangaben zu den konkret lieferbaren Typen wären Dicken, Festigkeiten und Siegeltemperaturen geraten. Sprechen Sie uns mit Ihrer Anwendung an, dann liefern wir belastbare Werte und Muster.

Was ist der Unterschied zu Polypropylen?

Beide gehören zu den Polyolefinen. Polyethylen ist weicher, dehnbarer und siegelt bei niedrigeren Temperaturen; Polypropylen ist steifer, klarer und temperaturbeständiger. Für Verpackungen mit optischem Anspruch wird häufiger BOPP eingesetzt.